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Informationen zu einer Prüfung

Feuchtegehalt/ Wassergehalt (Restfeuchte)

Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich im Wesentlichen nach dem zu erwartenden Feuchtegehalt. Höhere Wassergehalte lassen sich gut mit der Trockenschrankmethode gravimetrisch bestimmen. Bei geringeren zu erwartenden Wasseranteilen sollte man die für Wasser selektive Karl- Fischer Titration wählen, da Fehlmessungen, z.B. bedingt durch die Miterfassung andere flüchtiger Bestandteile, ausgeschlossen werden können. Die Karl- Fischer Methode ist allerdings nicht zur Bestimmung höherer Wassergehalte vorgesehen.

Prüfmethodengruppe:Materialcharakterisierung
Normen:DIN EN 20287;Hausmethode
Erforderliche Probenmenge:10 g

Standardprüfungen

Feuchtegehalt im Prozentbereich, z.B. Papier/ Pappe
Die Prüfung wird nach der traditionellen Trockenschrankmethode gravimetrisch durchgeführt. Diese ist nicht selektiv für Wasser, auch andere flüchtige Bestandteile werden erfasst. Die Methode eignet sich daher nur für höhere Wassergehalte und Proben mit einem zu vernachlässigenden Anteil an weiteren flüchtigen Bestandteilen neben Wasser. Die Proben werden, je nach Wunsch, geprüft wie erhalten (ohne Konditionierung) oder nach Konditionierung im Normklima 23/50 bzw. einem Klima nach ihren Angaben. Die Feuchtehalte der Proben liegen üblicherweise im unteren Prozenbereich.
Norm: DIN EN 20287


Feuchtegehalt, geringe Anteile/ Spurenanalyse, Flüssigproben, z.B. Lösemittel
Die Prüfung wird mit der für Wasser selektiven Karl Fischer Methode durchgeführt. Dabei können flüssige Proben, z.B. Lösemittel, direkt analysiert werden. Diese Methode eignet sich insbesondere für geringe Absolutgehalte deutlich unterhalb von einem Prozent bis zu wenigen ppm.
Norm: Hausmethode


Feuchtegehalt, geringe Anteile/ Spurenanalyse, z.B. Kunststfofffolien, Kaltsiegelmassen, Granulate
Die Prüfung wird mit der für Wasser selektiven Karl Fischer Methode durchgeführt. Feste Proben, wie z.B. Kunststoffgranulat oder Folien, werden vor der Messung in einem Ofen ausgeheizt und die extrahierte Gasphase zur Analyse in die Karl Fischer Lösung geleitet. Diese Methode eignet sich insbesondere für geringe Absolutgehalte deutlich unterhalb von einem Prozent bis zu wenigen ppm, also z.B. auch zur Bestimmung der Restfeuchte in dünnen Beschichtungen (z.B. Dispersionen) auf feuchtigkeitsfreien Trägerfolien (z.B. aus Polyethylen).
Norm: Hausmethode




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