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Informationen zu einer Prüfung

Gesamtmigration nach Verordnung (EU) Nr. 10/2011 Standardprüfungsbedingungen (OM 1- OM 7)

Verordnung (EU) Nr. 10/2011 (PIM)/ DIN EN 1186 klassische Simulanzien für alle Füllgüter (keine Alternativtests wie Isooctanprüfung): A= Ethanol 10 Vol.-%, B=Essigsäure 3 Gew.-%, C= Ethanol 20 Vol.-%, D1= Ethanol 50 Vol.-%, D2= Pflanzliches Öl, E= Poly(2,6-diphenyl-p-phenylenoxid) (Tenax ®)

Prüfmethodengruppe:Gesamtmigration (OML), Sensorik, Farblässigkeit, Mikrobiologie
Normen:DIN EN 1186-1 bis 9;In Anlehnung an DIN EN 14338 bzw. DIN EN 1186-13
Erforderliche Probenmenge:10 x DIN A4 je Simulanz (Lebensmittelkontaktseite kennzeichnen) bzw. 20 Behälter, verpackt in Aluminiumfolie

Standardprüfungen

OM1: 10d bei 20°C
Jeglicher Lebensmittelkontakt unter Tiefkühl- und Kühlungsbedingungen


OM2: 10d bei 40°C
Jeglicher Langzeitkontakt bei Raumtemperatur oder darunter, einschließlich Verpackung mittels Heißabfüllung und/oder Erhitzung auf 70 °C = T = 100 °C während einer Dauer von höchstens t = 120/2^((T-70)/10) Minuten. Unter die Prüfung OM 2 fallen auch die für OM 1 und OM 3 beschriebenen Lebensmittelkontaktbedingungen.


OM3: 2 h bei 70°C
Jegliche Kontaktbedingungen, die Heißabfüllung und/oder Erhitzung auf 70 °C = T = 100 °C während einer Dauer von höchstens t = 120/2^((T-70)/10) Minuten, woran sich keine Langzeitlagerung bei Raumtemperatur oder Kühlung anschließt.


OM4: 1 h bei 100°C
Hochtemperaturanwendungen für alle Lebensmittelsimulanzien bei einer Temperatur von bis zu 100 °C.


OM5: 2 h bei 100 °C (oder 1 h bei 121 °C)
Hochtemperaturanwendungen bis zu 121 °C. Unter die Prüfung OM 5 fallen auch die für OM 1, OM 2, OM 3 und OM 4 beschriebenen Lebensmittelkontaktbedingungen. Sie stellt die ungünstigsten Bedingungen für alle Lebensmittelsimulanzien in Berührung mit Polyolefinen dar. Bei Prüfung von Materialien mit einer Lebensmittelkontaktschicht aus Polyolefinen wird mit den Prüfbedingungen OM5 die Eignung für Kontakttemperaturen von mehr als 121 ° C überprüft (sofern die technische Eignung und SML Compliance gegeben ist).


OM6: 4 h bei 100°C
Jegliche Lebensmittelkontaktbedingungen mit einer Temperatur über 40°C und mit Lebensmitteln, für die laut Anhang III Nummer 4 die Lebensmittelsimulanzien A, B, C oder D1 vorgesehen sind. Unter die Prüfung OM 6 fallen auch die für OM 1, OM 2, OM 3, OM 4 und OM 5 beschriebenen Lebensmittelkontaktbedingungen. Sie stellt die ungünstigsten Bedingungen für die Lebensmittelsimulanzien A, B, C und D1 in Berührung mit Nichtpolyolefinen dar.


OM7: 2 h bei 175°C
Hochtemperaturanwendungen mit fetthaltigen Lebensmitteln, bei denen die Bedingungen von OM 5 überschritten werden. Sie stellt die ungünstigsten Bedingungen für fetthaltige Lebensmittelsimulanzien in Berührung mit Nichtpolyolefinen dar. Unter die Prüfung OM 7 fallen auch die für OM 1, OM 2, OM 3, OM 4 und OM 5 beschriebenen Lebensmittelkontaktbedingungen. Falls es technisch nicht möglich ist, die Prüfung OM 7 mit dem Lebensmittelsimulanz D2 durchzuführen, kann die Prüfung je nach vorgesehener oder vorhersehbarer Verwendung entweder durch die Prüfung OM 8 oder durch die Prüfung OM 9 ersetzt werden. Beide Prüfungen umfassen zwei Einzelprüfungen mit unterschiedlichen Bedingungen, wobei für jede Prüfung jeweils eine neue Probe zu verwenden ist.




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